Jubiläumspodcast widmet sich „turbulenten Zeiten“

Die Festwoche zu 700 Jahre Bochum ist in vollem Gange und wirft ein Licht auf die Vergangenheit und die Gegenwart der Stadt. Wer noch tiefer in die Geschichte Bochums eintauchen will, ist beim Podcast zum Stadtjubiläum richtig. In der vierten Folge beschäftigt sich das Moderationsduo Katja Leistenschneider und Alexander Brauer mit seinen drei Gästen mit dem Thema „Turbulente Zeiten“. Der Jubiläumspodcast ist auf www.bochum-700.de/podcast und zeitnah auf den gängigen Podcast-Plattformen kostenfrei verfügbar. Das Format wurde gemeinsam mit Bochum Marketing im Auftrag der Stadt Bochum entworfen. In den ersten drei Folgen mit den Titeln „Essen und Trinken“, „Als Bochum Deutscher Fußballmeister wurde“ und „Von der Urkunde bis zur Industriestadt“ wurden schon spannende Ereignisse der Stadtgeschichte von 1321 bis heute durchleuchtet. In der vierten Folge „Turbulente Zeiten“ stehen beim Jubiläumspodcast die dunklen Momente im Vordergrund, aber auch, wie die Bochumer sich aus den Krisen wieder befreit haben. Dabei sind der große Stadtbrand von 1517, die Pest, der Ruhraufstand und die Bombenangriffe vom 4. November 1944, als Bochum am Ende des 2. Weltkrieges fast völlig zerstört wurde, Thema. Zu Gast bei Leistenschneider und Brauer sind Uwe Kriening vom Bochumer Stadtarchiv, Markus Lutter von der Stadt Bochum und Ingrid Keusch-Renner, die die Bombennacht von 1944 als damals 10-Jährige in der Bochumer Innenstadt miterlebt hat.

Wie der große Stadtbrand entstand

Der große Bochumer Stadtbrand von 1517, davon haben viele Bürger schon einmal gehört. Was dahinter steckte, wie er entstand und was mit dem Verursacher geschah, das wissen wohl die wenigsten. Leistenschneider und Brauer haben dazu Uwe Kriening vom Bochumer Stadtarchiv befragt und auch herausgefunden, wie die Stadt wieder aufgebaut wurde und welche Konsequenzen aus dem Brand gezogen wurden. Nur rund 30 Jahre später erreicht das nächste Unglück Bochum. Die Pest, die hier vor allem 1544, 1623 und 1636 wütete, versetzte die Menschen in Angst und Schrecken.

Zeitzeugin berichtet vom 2. Weltkrieg

Ein Zeitsprung befördert den Podcast anschließend zum Anfang des 19. Jahrhunderts in die Weimarer Republik. Im Gespräch mit Markus Lutter von der Stadt Bochum, der sich auch bei der Kortumgesellschaft engagiert, wird der Ruhraufstand aufgerollt, der bürgerkriegsähnliche Zustände mit großen Demonstrationen und blutigen Kämpfen nach sich zog. Das letzte dunkle Kapitel, das in der vierten Folge durchleuchtet wird, ist die Nacht vom 4. November 1944, als kurz vor Ende des 2. Weltkrieges rund 144.000 Bomben auf die Stadt fielen und über 1.200 Menschen starben. Die Zeitzeugin Ingrid Keusch-Renner erzählt, wie sie die Nacht erlebt hat. Dazu mischen sich Original-Töne aus dem Film „Bomben auf Bochum“.

Insgesamt sieben Folgen

Bis Dezember begrüßen die Moderatoren Katja Leistenschneider und Alexander Brauer jeden Monat Gäste an geschichtsträchtigen Orten, um auf 700 Jahre Bochum zurückzuschauen. Jede der insgesamt sieben Folgen endet mit „60 Sekunden Zukunft“, einem Ausblick auf das, was Bochum zum Thema noch auf der Agenda hat. Die ersten vier Folgen können im Internet unter www.bochum-700.de/podcast und auf den gängigen Podcast-Plattformen kostenfrei heruntergeladen und gehört werden. Nach dem düsteren Thema im September wird es im Oktober bei der Folge „Viel Vergnügen“ wieder sonniger.

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